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Ausflugstipps

"Wartenberg"

 

Kennen Sie schon den "Wartenberg" - zwischen Zabitz und Kleinpaschleben gelegen?

Ich muss gestehen, bis vor Kurzem war ich auch nie dort auf dieser Anhöhe.

Die Zabitzer sagen, es ist der zweithöchste "Berg" im Altlandkreis Köthen gleich nach der Pilsenhöhe bei Gröbzig. Manch einer wird sagen: Der "Scherbelberg" ist höher. Aber liebe Leute, das ist ein künstlicher Berg, aus gut verdecktem Müll, der "Weinberg" bei Wulfen ist keinen Ausflug mehr wert, zu heruntergewirtschaftet und ausserdem im Privatbesitz. Und der naheliegende "Crücherne Mühlberg" liegt im Salzlandkreis.

Die Zabitzer, Thurauer, Kleinpaschlebener und Trinumer haben vor Kurzem dort auf dem Wartenberg aufgeräumt, Müll weggeschleppt.

 

Wartenberg1

 

Wartenberg2

 

Wartenberg3

 

Und siehe da, dort ist ein idyllisches Ausguck in Richtung Zietheniederung zu bestaunen.

Eine "Wartebank", die Herr Kunkel, senior, dort vor vielen Jahren aufgestellt hat, lädt zum Verweilen ein. Ich möchte behaupten, diese Bank hat schon viele Liebespaare und deren ersten Kuss gesehen. Ein Kaffeepott mit der Aufschrift " Antistresstasse" und ein Vogelfutterhaus zeigen, da oben sind oft Wanderer und Radfahrer zu Gast. Frau Hafermalz restauriert zur Zeit eine alte Bank, die dann dort auch hin soll. Vielleicht findet sich noch irgendwo ein Tisch, der dort verankert werden könnte. Es muss ja nicht immer alles neu sein. Aber bitte kein Sperrmüll dorthin!

 

Der Weg ist, wie es Bergwege so an sich haben, holprig. Man sollte das Fahrrad schieben.

 

Wie kommt man da nun hin?

Da die Dorfbewohner der schon erwähnten Orte so schön die Wege vom Müll befreit haben, hat die Verwaltung der Gemeinde Osternienburger Land Sponsoren für touristische Hinweisschilder gesucht und gefunden. Danke den Firmen Dachdecker Bringmann und Verkehrstechnik Thiele. Die neuen Schilder "Kirschweg", "Wartenberg", einen Teil der neuen Hinweisschilder für das Großsteingrab Wulfen und die gesamten Rastplatzschilder haben sie gesponsert.

 

Wegbeschreibung

 

Aus Richtung Drosa auf der Landesstraße fahrend, biegen Sie vor Kleinpaschleben in den "Kirschweg" ein, fahren den gesamten Weg bis zum Hinweisschild  "Wartenberg". Dann rechts Abbiegen, vor Zabitz wieder rechts und dann sehen Sie die Anhöhe.

 

Kommen Sie von Maxdorf, dann den Umgehungsweg hinter der Kirche Maxdorf entlang fahren. Ein Wegweiser "Kirschweg" steht  links. Den "Kirschweg" bis zur Gabelung fahren, dann geradeaus und rechts sehen sie das Ziel. Sie können aber auch das Ziel aus Kleinpaschleben in Richtung Zabitz, die Kreisstraße entlangfahrend, erreichen. Auf halbem Weg sehen Sie dann auch ein Hinweisschild "Wartenberg".

 

Also dann mal los! Nehmen Sie Kaffee und Kuchen mit! Eine Tasse hängt bereits am Baum.

 

 

 

 

Auf den Spuren der deutschen Rechtsgeschichte

 

Zur Gemeinde Osternienburger Land gehört auch der Ort Reppichau.

 

Sie kennen unser Reppichau noch nicht? Dann mal los!

 

Reppichau liegt am Europaradweg R1 und am Lutherpilgerweg.

Also auch für die Radfahrer dieser Wege ein bedeutsames Ausflugsziel.

 

Reppichau (12)

              

Reppichau (21)

 

Dieser kleine Ort ist ein großes Freilichtmuseum, ein Kunstprojekt im ganzen Dorf. Sie finden dort Kunst zum Bestaunen und Anfassen. Für die Kleinsten gibt es einen großen Spielplatz mit nicht alltäglichen Spielgeräten. Alles der Zeit des Sohnes von Reppichau, Eike von Repgow (geb. ca. 1180 – gest. ca. 1235) nachempfunden, historisch angelehnt.

 

Wer war nun dieser berühmte Eike von Repgow?

 

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts verfasste der aus Reppichau stammende Eike von Repgow das erste mittelalterliche Rechtsbuch - den Sachsenspiegel - im Auftrag des damaligen Grafen Hoyer von Falkenstein.

 

Der Sachsenspiegel ist eine Niederschrift des sächsischen Gewohnheitsrechts und mündlicher Überlieferungen. Alles in lateinischer Schrift verfasst.

Mit der Übersetzung ins Deutsche schuf Eike von Repgow das bedeutendste und weitverbreitetste Gesetzbuch, aus dem über 700 Jahre nicht nur die deutsche sondern auch die mittel- und osteuropäische Rechtsprechung abgeleitet wurde. Die Rechtsprechung fand mittels des Sachsenspiegels, z. B. in einigen deutschen Ländern wie Anhalt, Schleswig und Thüringen bis zum Jahr 1900 statt. Erst dann trat das Bürgerliche Gesetzbuch in Kraft.

In seinen Grundfesten hat der Sachsenspiegel bis heute Aussagekraft.

Ein Beispiel der damaligen Rechtsprechung ist der Ausspruch:

„Wer zuerst kommt, mahlt zuerst!“

Kennt doch heute noch jeder diesen Ausspruch.

Der Sachsenspiegel ist nicht nur das bedeutendste Rechtsbuch des Hochmittelalters, es ist auch das älteste Prosawerk der deutschen Sprache.

 

Seit 2006 hat sich der damals gegründete Förderverein Eike von Repgow zur Aufgabe gemacht, das Lebenswerk des Ritters Eike von Repgow zu wahren, einer breiten Wahrnehmung zukommen zu lassen und zu fördern.

Entstanden sind in Reppichau viele Wandmalereien mit Texten der Rechtsprechung, an Gebäuden des Ortes, viele Freilichtskulpturen, ein Museum mit Kaisersaal. Auch das dortige Mühlenmuseum ist einen Besuch wert.

 

Informationszentrum

 

Besuchen Sie als erstes das Informationszentrum in Reppichau, Zum Handgemahl, welches sich unmittelbar neben dem Dorfteich befindet.

 

Öffnungszeiten des Informationszentrums sind :

Sommermonate (April – Oktober)

Montag – Sonntag von 10. 00 bis 12.00 Uhr und 13.00 bis 17.00 Uhr

 

Wintermonate (November – März)

Montag – Freitag von 9.00 – 15.00Uhr

 

Falls Sie sich näher informieren wollen, können Sie das auf der Homepage des Vereins: www.reppichau.de

Als Ausflugspunkt unter der Rubrik: Bildungstourismus auch für Schüler zu empfehlen.

 

Übrigens: Auch heiraten können Sie im mittelalterlichen Ambiente des Rittersaales. Das als Geheimtipp noch erwähnt für Mittelalterfans oder solche, die es werden wollen.

 

Seien Sie unser Gast in unserem Ortsteil Reppichau.