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Freiwillige Ortsfeuerwehr Drosa

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Teichstraße
06386 Osternienburger Land OT Drosa

Telefon (034979) 22232

Homepage: www.feuerwehr-drosa.de.vu

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Ortswehrleiter

Roland Hartling

 

stellv. Ortswehrleiter

Matthias Schmidt

 

Jugendwart

Tom Kaltschmidt

 

Dienste und Abteilung

 

Einsatzabteilung: jeden 1. und 3. Freitag im Monat ab 18:30 Uhr

Jugendfeuerwehr: jeden Donnerstag von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr

 

 

Die Kameraden der Wehr müssen schon damals recht sangesfreudig gewesen sein, da sie für 36 Liederbücher 12,05 Mark ausgaben. Bereits im Jahre 1890 wird zum ersten mal erwähnt, dass es eine Theateraufführung gab. Das ist, mit zeitweiligen Unterbrechungen, bis heute so, denn auch in der heutigen Zeit finden sich einige Kameraden alljährlich zusammen, um zum Teil dieselben Stücke wie damals wieder aufzuführen.

1907 – zum 25-jährigen Bestehen der Wehr wurden Fördermittel zur Beschaffung von blauen Joppen beantragt und in Höhe von 50% gewährt. Das Stück kostete damals 17,00 Mark. Insgesamt wurden 1023 Mark dafür ausgegeben.

Am 8. September 1907 wurde das 25-jährige gefeiert. Gemeinsamer Kirchgang der Kameraden und am Nachmittag kamen dann die geladenen Wehren aus Cöthen, Geuz, Görzig, Kleinpaschleben und Osternienburg. 150 Kameraden waren angetreten, gemeinsame Übungen fanden statt. Anschließend wurde am Feuerwehrhaus gefeiert. Ab 20.00 Uhr war dann Feuerwehrball, der bis früh um 5.00 Uhr dauerte.

Am 23. Juli 1908 starb der bis dahin amtierende Hauptmann Zehle und am 18. August wurde sein damaliger Stellvertreter Carl Bahn einstimmig zu seinem Nachfolger gewählt. Gut zwei Wochen vor der Neuwahl am 2. August stand nach einem schweren Gewitter der Kirchturm in Flammen, mit drei Rohren konnte der Brand aber schnell unter Kontrolle gebracht werden.

Mit Beginn des 1. Weltkrieges ging die Anzahl der Mitglieder stark zurück. In den Jahren 1916/17 waren es nur noch 27. Nach Kriegsende stieg diese Zahl aber wieder und so waren es 1918 wieder 57.

Eine Versammlung am 1. April 1920 brachte eine weitere Veränderung, der Hauptmann Carl Berger trat zurück und Franz Streuber übernahm die Leitung der Wehr.

1922 wurde das 40-jährige Bestehen gefeiert. Alle Wehren des Kreises Köthen (außer Gröbzig) nahmen daran teil. Für Musik sorgte die Köthener Feuerwehrkapelle.

1923 – das Jahr der Inflation. Allein die Beiträge der damals 56 Mitglieder der Wehr betrugen 56.000,-Mark und für den Feuerwehrball mussten 81.600,-Mark aufgebracht werden.

Am 24. Januar 1929 legt Kamerad Streuber sein Amt als Wehrleiter nieder und Kamerad Meinicke nahm die Wahl zu seinem Nachfolger an. Am 9. März wurde die Wehr zur Hilfeleistung bei plötzlich eintretendem Tauwetter gerufen. Die Gefahr wurde mit Hilfe der Wulfener Motorspritze in mehrstündiger Arbeit beseitigt. ("Die Zicken schwammen", so der Volksmund)

Auf der Verbandsversammlung am 16. Juni 1929 wurde der Wunsch nach einer Motorspritze geäußert. Es sollte allerdings noch einige Jahre dauern bis dieser Wunsch in Erfüllung ging. Am 6. Februar 1931 bekamen die Kameraden Zörner und Bahn das Goldene Erinnerungsabzeichen verliehen. Die Abzeichen selbst sind nicht mehr vorhanden aber die Urkunde des Kameraden Bahn hängt seit kurzem im Gerätehaus. Am 25. Oktober wurde der Beschluß gefasst, dass Kameraden, die das 65. Lebensjahr vollendet haben, aus dem aktiven Dienst ausscheiden.

Am 3. März 1932 wurde das 50-jährige Bestehen der Wehr begangen. Eine Übung am Gerätehaus und anschließendes Bockwurstessen in der Gaststätte des Kameraden Lindemann standen auf der Tagesordnung. Die eigentliche Jubelfeier zu diesem Anlass fand dann am 8. März statt. Eine Führersitzung des damaligen Bezirkes T, an der alle 13 Wehren teilnahmen, fand in Drosa statt. Ein gemeinsamer Kirchgang und eine Kranzniederlegung am Grab des ersten Commandeurs Zehle fanden statt und eine großangelegte Übung auf dem Gehöft Bahn (Teichgasse) wurde zur vollsten Zufriedenheit aller Anwesenden ausgeführt.

Eine Inspizierung am 12. Mai 1934 bei der zum ersten mal die neuen Schiebeleitern und Schläuche zum Einsatz kamen, gespendet von der Gemeinde und der Feuerhilfskasse, wurde durchgeführt.

Die Zeit des Dritten Reichs war gekommen und so tauchen Begriffe wie Gasschutz, Luftschutzbund und Sanitätsmannschaft in den Büchern auf.

1936 wurde dann die lange herbeigesehnte Motorspritze durch die Gemeinde beschafft, welche auch heute noch in unserem Besitz ist.

1938 gab es das letzte Vergnügen vor dem Krieg. In den Kassenbüchern treten nun immer wieder Beiträge für Pakete an Frontkameraden auf. 1944 bekam die Gemeinde ihre erste Sirene. 1946 war dann das erste Tanzvergnügen nach dem Krieg. Die Zahl der Mitglieder, die im Krieg stark zurückgegangen war, stieg wieder. Zu Beginn der 50er Jahre übernahm der Kamerad Artur Streuber als Wehrleiter die Wehr. 1957 fand das 75-jährige Bestehen der Wehr statt. Der Wirkungsbereichsausscheid wurde an diesem Tag durchgeführt.

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