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Gedenktafel für den Freiherr von Nordenflycht

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Gustav Freiherr von Nordenflycht
Jagdschriftsteller und Königlich Preußischer Fortstmeister zu Lödderitz

Nordenflycht wurde am 28. Mai 1846 in Erfurt geboren. Nach dem Abitur lernte er in der Oberförsterei Zechlin in der Mark Brandenburg. Ab 1865 besuchte Nordenflycht die Forstakademie zu Neustadt - Eberswalde. Im Mai 1873 bestand er das Staatsexamen. Anschließend ging er nach Russland und war in verschiedenen Privatforsten tätig. Im Jahr 1877 wurde er Oberförster in Szitkehmen in der Romintender Heide (Heutiges Russland). 1893 erhielt er das Revier der Oberförsterei Lödderitz bei Aken an der Elbe. Seinen Ruhestand wollte der Forstmeister gemeinsam mit seiner Gattin in Diebzig verleben. Das betagte Paar bezog im April 1920 Quartier im ehemaligen Pfarrhaus der Gemeinde (Heute Dorfplatz 48 -leider verfallen). Am 8. August 1921 verstarb Gustav Freiherr von Nordenflycht.

Bedeutende literarische Werke

  • Neubearbeiung der Pareyschen Originalausgabe von Diezels "Niederjagd"
  • Mitherausgeber des Werkes "Die Hohe Jagd"
  • Zahlreiche Zeitschriftenartikel z.B. in der traditionsreichen Jagdzeitschrift "Wild und Hund"


Aktuelle Meldungen

Gustav Freiherr von Nordenflycht - preußisch-königlicher Forstmeister und bedeutender Jagdschriftsteller - Sanierung seines Grabes bis zum Jahr 2011 vorgesehen

(25.02.2009)

Nur ein verwitterter Grabstein und eine Gedenktafel auf dem Diebziger Friedhof erinnern noch an den königlich-preußischen Forstmeister zu Lödderitz.

 

Die Form des Grabsteines lässt schon vermuten, dass hier eine bedeutende Persönlichkeit ihre Ruhestätte fand. Gustav Freiherr von Nordenflycht war kein gewöhnlicher Forstmeister. Er war, wie in der Zeitschrift „Wild und Hund" in einem Nachruf bezeichnet „ein wahrhaft großer Jagdschriftsteller der Jetztzeit, ein ausgezeichneter Forstmann, der den Wald über alles liebte und ein weidgerecht, verständnisvoller Jäger". Darüber hinaus war er ein großer Kunstliebhaber und Naturfreund.

 

Nordenflycht wurde am 28.05.1846 in Erfurt geboren.

Nach dem Abitur lernte er in der Oberförsterei Zechlin in der Mark Brandenburg. Ab 1865 besuchte Nordenflycht die Forstakademie zu Neustadt-Eberswalde. Im Mai 1873 bestand er das Staatsexamen. Anschließend ging er nach Russland und war in verschiedenen Privatforsten tätig. Im Jahr 1877 wurde er Oberförster in Szitkehmen in der Romentiner Heide (heutiges Russland).

1893 erhielt er das Revier der Oberförsterei Lödderitz bei Aken an der Elbe.

 

Da die Gegend Diebzig-Aken-Lödderitz ein erfolgversprechendes Revier für Jäger war, weilte der Kronprinz mit seinen Jagdfreunden oft zur Pirsch in der Oberförsterei Nordenflychts.

Ein schönes Foto aus der Zeitschrift „Wild und Hund" von 1905 belegt dies.

 

Für diese traditionsreiche Jagdzeitschrift, die bis heute erscheint, verfasste Nordenflycht u. a. zahlreiche Zeitschriftenartikel über seine Lieblingsthemen, wie z. B. die Wildgehege und die Jagdzoologie. Sein Haupt- und Lebenswerk war die Neubearbeitung der Pareyschen Originalausgabe von Diezels „Niederjagd". Bei dem Werk „Die Hohe Jagd", welches in vielen Auflagen erschien, war Nordenflycht Mitherausgeber.

 

Erst 1920 trat Nordenflycht seinen Ruhestand an und bezog im April 1920 mit seiner Gattin Quartier im ehemaligen Pfarrhaus der Gemeinde Diebzig (heute Dorfplatz 48 - leider verfallen). Er konnte seinen Ruhestand jedoch nicht lange genießen, denn er verstarb am 08.08.1921 in Diebzig.

 

Der Name Nordenflycht ist in Fachkreisen immer noch ein Begriff. Noch heute kommen Jäger zur Jagd nach Diebzig. Doch den Grabstein kann man nur durch seine herausragende Form vermuten, da die Inschrift kaum noch zu erkennen ist.

 

Die Kreisjägerschaft Köthen und die Gemeinde Diebzig haben eine Spendenaktion zur Sanierung des Grabsteines und des dazugehörigen Grundstückes ins Leben gerufen. Bis zum 90. Todestag von Gustav Freiherr von Nordenflycht im Jahr 2011 soll die Steinsanierung erfolgen. Karl-Heinz Ecke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft  Köthen rechnet mit Kosten in Höhe von rund 3.000 Euro.

Zur Finanzierung des Vorhabens rufen die Kreisjägerschaft Köthen, vertreten durch Herrn Ecke und die Gemeinde Diebzig, vertreten durch den Bürgermeister Herrn Scheringer vor allem die Jäger zu Spenden auf. Natürlich können auch interessierte Bürger spenden, damit das Vorhaben umgesetzt werden kann.

Spenden können auf das Konto der Köthener Kreisjägerschaft, Konto-Nr. 310 000 580, BLZ 800 536 22 bei der Kreissparkasse Köthen mit dem Vermerk „Nordenflycht" überwiesen werden.

Foto zur Meldung: Gustav Freiherr von Nordenflycht - preußisch-königlicher Forstmeister und bedeutender Jagdschriftsteller - Sanierung seines Grabes bis zum Jahr 2011 vorgesehen
Foto: Gustav Freiherr von Nordenflycht - preußisch-königlicher Forstmeister und bedeutender Jagdschriftsteller - Sanierung seines Grabes bis zum Jahr 2011 vorgesehen